Die nachfolgenden Audioprojekte beschreiben Szenen und Ereignisse in und um Bergkirchen in früheren Jahren. Die Audios sind als MP3-Dateien hinterlegt und abspielbar mit einem entsprechenden Audio-Player auf ihrem PC.

Weitere Audios aus Bergkirchen sind bereits eingestellt auf den Seiten der Klingenden Landkarte, einem Projekt des Bayerischen Volkshochschulverbands e.V. in Kooperation mit dem Bayerischen Rundfunk und der Stiftung Zuhören.

Verantwortlich: Hubert Eberl, Bergkirchen

E-Mail: hubert.eberl@web.de


Arbeitsszene aus den 50er-Jahren

Die guten alten Zeiten in Bergkirchen

Die "gute alte Zeit" oder "früher war alles besser". Wie oft hört man diese Rede und ist versucht daran zu glauben. War es denn wirklich so? Anhand von Beispielen aus alten Berichten des Chronisten Josef Burghart und alten Zeitungsberichten aus dem Amperboten über die Gemeinde Bergkirchen ist diese Redewendung schnell widerlegt. Jede Zeit hatte schließlich ihre Höhen und Tiefen.

Autor: Hubert Eberl

Interpreten: Hubert Eberl, Christian Nitsche, Michael Koch

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Bergkirchen um 1900

Die Elektrizität kommt nach Bergkirchen

In Bergkirchen begann offiziell die Versorgung mit Elektrizität am 28. Oktober 1911. Das geht aus einem Konzessionsvertrag hervor, den die Firma EON Bürgermeister Simon Landmann 2011 überreichte. Über diese Zeit sind einige interessante Zeitzeugenberichte vorhanden.

Autor: Hubert Eberl

Interpreten: Hubert Eberl, Christian Nitsche

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Gedenkkreuz für Johann Haas - Altbürgermeister von Bergkirchen

Gedenkkreuz für den Hackerbauern Johann Haas

Am alten Kirchweg nach Kienaden, gegenüber des Parkplatzes zur ehemaligen Arztpraxis Pöhlmann haben vor vielen Jahren Josef Haas und seine Mutter Katharina Haas zum Gedenken an Vater und Ehemann Johann Haas ein Feldkreuz errichtet.

Autor: Hubert Eberl

Interpreten: Hubert Eberl, Christian Nitsche, Christine Eberl

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Gedenkkreuz für Johann Zotz

Gedenkkreuz für Johann Zotz

Eines der Wegkreuze Bergkirchens findet sich am Rand des Grundstückes der Gaststätte Pfeil an der Sonnenstraße und ist wohl schon an die 100 Jahre alt. Dieses Kreuz erinnert an den Bauern Johann Zotz, der beim Heuwenden im Sommer des Jahres 1909 tödlich verunglückte.

Autor: Hubert Eberl

Interpreten: Hubert Eberl, Christian Nitsche, Markus Eberl

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Gedenkkreuz für Matthias Mannhart

Gedenkkreuz für Matthias Mannhart

In einer kleinen Familienchronik hat Matthias Mannhart, Bauer vom "Boischda-Hof" in Bergkirchen, eine Kreuzeinweihung am 7. Mai 1907 erwähnt. Hierbei handelt es sich um ein Feldkreuz, das der Bauer an einem Acker neben dem späteren Quetschwerk Pichler und nahe der heutigen Gada, dem Gewerbegebiet an der Autobahn, aufgestellt hat. Das Kreuz gab damals dem Acker auch gleich den Namen, nämlich Kreuzacker. Der Straßenname "Kreuzackerstraße" in der GADA weist heute noch auf diese Flurbezeichnung hin.

Autor: Hubert Eberl

Interpreten: Hubert Eberl, Christian Nitsche, Christine Eberl

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Dekan und Pfarrer Josef Dietmair

Bierschankkonzession für Feldgeding

1843 bis 1866 war Josef Dietmair Pfarrer und Dekan in Bergkirchen. Er war ein gebürtiger Schwabe und stammte aus Zusamaltheim in der Diözese Augsburg. Geboren am 24.10.1807, zum Priester geweiht am 24. Mai 1831. Am 03. Februar 1843, bereits mit 36 Jahren übernahm er die Pfarrei Bergkirchen. Er galt als sehr tüchtiger, gelehrter Geistlicher, was schon daraus ersichtlich ist, dass man ihn 1846, also mit erst 39 Jahren zum Dekan des Ruralkapitels Dachau wählte. Politisch aktiv vertrat er als Abgeordneter des damaligen Bayer. Landtages die Interessen seines Standes und die des Dachauer Landes. Unter ihm wurde 1853 der Pfarrhof in Bergkirchen neu erbaut. 23 Jahre betreute er die Pfarrei Bergkirchen mit seinen Filialen. Er starb am 05.08.1866 und wurde in Bergkirchen bestattet. Sein Begräbnis hielt sein Nachfolger in der Dekanswürde, der Pfarrer und Kammerer Hanfstingel von Pellheim.

Autoren: Hubert Eberl (Recherche: Inge Bortenschlager)

Sprecher: Hubert Eberl, Christian Nitsche

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Gedenktafel an der Ostseite der Pfarrkirche Bergkirchen

Pfarrer Johann Georg Scheffler - Erbauer der Pfarrkirche Bergkirchen

Pfarrer Scheffer war 1667 als Sohn eines bischöflichen Hofkammerherren in Freising geboren und feierte er dort 1693 seine Primiz. Vor Übernahme der Pfarrei Bergkirchen war er Pfarrer der ebenfalls zum Dekanat Dachau gehörenden Pfarrei Hohenkammer. Der Beginn seiner Tätigkeit in Bergkirchen war überschattet von den Folgen des Spanischen Erbfolgekrieges. Englische und holländische Truppen wüteten im August 1704 in der ganzen Gegend und verschonten auch Bergkirchen nicht. Der Pfarrhof wurde geplündert und niedergebrannt. Es folgten Jahre mit Überschwemmungen und ungewöhnlicher Trockenheit. Ein großer Teil der Ernte konnte nicht eingefahren werden, was Not und Hunger zur Folge hatte. Trotz aller Widrigkeiten baute Scheffler den Pfarrhof mit den Ökonomiegebäuden 1706 wieder auf. Der eifrige Pfarrherr musste noch einmal erleben, wie sein Pfarrhaus in Flammen aufging, als 1727 die Österreicher brennend durch das Land zogen. Doch Scheffler arbeitete unentwegt weiter. Der Pfarrhof wurde erneut aufgebaut. Über Pfarrer Scheffler ist im Archiv der Pfarrei eine umfangreiche Korrespondenz erhalten geblieben, die viele Rückschlüsse auf das Wirken und das Wesen des Geistlichen zulassen.

Autor: Hubert Eberl (Recherche: Inge Bortenschlager)

Sprecher: Hubert Eberl, Christian Nitsche

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Josephine Hartlmaier - Erinnerungen

Josephine Hartlmaier - Erinnerungen einer Lehrersfrau

"Ein Lehrerinnenschicksal von der Monarchie bis in die Diktatur" das war das Leben der Josephine Hartlmaier, die mit ihrer Familie von 1901 bis 1911 in Bergkirchen gelebt hat. Josephine Hartlmaier, geborene Laugl, wurde am 17. Februar 1869 in München geboren. In der bayerischen Residenzstadt wuchs sie in gutbürgerlichen Verhältnissen auf. Ihr Vater stand ihn Diensten König Ludwigs II. In Anzing traf sie als Hilfslehrerin 1886 ihren künftigen Ehemann Josef Hartlmaier. Nach mehreren Stationen wurde dem Ehemann 1901 die Schulleitung in Bergkirchen übertragen. Der Hartnäckigkeit von Josephine gegenüber Ehemann Josef war es zu verdanken, dass zu jener Zeit bald mit dem Neubau der verwahrlosten Schule und maroden Lehrerwohnung begonnen wurde. Eingaben bei Bezirksamt und Regierung hatten hier schließlich zum Erfolg geführt. Die damalige Schule ist heute das Rathaus der Gemeinde. Aufgrund dieser Vorgeschichte darf behauptet werden, dass der Neubau Josephine Hartlmaier zu verdanken war. Das ist aber nur ein Ereignis eines wechselvollen Lebens mit Höhen und Tiefen, mit Glückserlebnissen und Schicksalsschlägen. 1926 begann sie, ihre Erlebnisse für ihre Kinder und Enkel niederzuschreiben. Ein Unterfangen, das sie bis 1939 fortführte. Als sie 1957 in Weilheim starb, hinterließ sie elf Wachstuchhefte mit 1200 fein-säuberlich beschriebenen Seiten.

Autor: Hubert Eberl

Sprecher: Dr. Walter Gronauer, Hubert Eberl, Christian Nitsche, Gertraud Lederer, Angelika Eberl

Quelle: Josephine Hartlmaier (1869 - 1957); Erinnerungen an München - Anzing - Wangen - Bergkirchen und Weilheim
(BERTA-Verlag; Herausgeber: Dr. Walter Gronauer)

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Thomas Hartmann - der letzte Krautschneider

Der Fischer-Dammerl - letzter Krautschneider

Am 18. Dezember 1891 ist Thomas Hartmann in Eisolzried geboren. Zwei Weltkriege hat er erlebt. Den ersten hat er an der Front mitgemacht und schwere Verletzungen und Krankheiten überlebt. Hartmann war zehn Jahre lang Knecht und übernahm nach dem 1. Weltkrieg den Fischerhof in Eisolzried vom Vater. Aus der 42-jährigen Ehe mit seiner Frau Appolonia (+1964) sind neun Kinder hervorgegangen. 13 Jahre lang setzte sich der Fischer-Dammerl, so war er bei den Eisolzriedern bekannt, aber auch als Gemeinderat für seine Bürger ein. Darüber hinaus war er über 20 Jahre im Aufsichtsrat der Raiffeisenkasse in Bergkirchen und Mitglied beim Veteranenverein, wo er 35 Jahre im Vorstand wirkte. 21 Jahre lang übte der Jubilar den Posten des Gemeindekassiers in Eisolzried aus. Nach dem zweiten Weltkrieg war er in der ganzen Umgebung als "Krautschneider" bekannt.

Autor: Hubert Eberl

Sprecher: Hubert Eberl, Christian Nitsche, Gertraud Lederer

Quelle: Eigene Recherchen in älteren Zeitungsartikeln

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Josef Mayr in seiner Werkstatt um 1960

Der Schmied von Günding

Das Handwerk des Schmieds war Josef Mayr durch den Vater quasi schon in die Wiege gelegt worden. Mit 16 Jahren hat er seine Gesellenprüfung abgelegt, 1919 die Meisterprüfung als Wagenbauer und Schmied und 1928 die Meisterprüfung des Hufbeschlaghandwerks. Dazwischen, mit 29 Jahren, heiratete er seine "Liebe auf den ersten Blick", Barbara Meisel. Aus der Ehe ging eine Tochter hervor. Mayr war auch der erste Gündinger mit Auto, ein selbst zusammengebautes, versteht sich. Nach Jahren auf "der Walz" und nach Ende des 1. Weltkrieges baute er sich seine Existenz in Günding als Schmied auf. 1968 übergab er seine Schmiede seinem Schwiegersohn. In der Schmiede hat er aber noch mit über 95 Jahren mitgearbeitet. Die Dachauer Bürger kennen Josef Mayr auch, als er nach dem Krieg mit seiner Tochter das "Roxy-Filmtheater" aufmachte. Er stand auch helfend zur Seite, als seine Familie sechs Jahre lang das Tanzcafe "Thoma" in Dachau gepachtet hatte.

Autor: Hubert Eberl

Sprecher: Hubert Eberl, Christian Nitsche

Quelle: Eigene Recherchen in älteren Zeitungsartikeln

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Die Kriegergedächtniskapelle in Bachern

Die Kriegergedächtniskapelle in Bachern

Bereits ein Jahr nach Kriegsende, am 11.11.1919, wurde im Gasthaus Hartmann (Unterbachern) eine Heimkehrfeier veranstaltet. Es wurde in alter Tradition vom Gasthaus zur Kirche marschiert. Nach dem Gottesdienst wurde durch Kranzniederlegung am Heldengrab der toten Kameraden gedacht und die elf gefallenen Kameraden von 1914/18 namentlich aufgerufen. Bald nach dieser Feier wurde von der Errichtung eines Kriegerdenkmals gesprochen. Es traten jedoch Schwierigkeiten auf. Wo sollte das Denkmal von den beiden "Bachern" gebaut werden. Nach reichlicher Überlegung entschloss man sich für einen Standort in der Mitte der beiden Ortschaften Ober- u. Unterbachern, auf dem Hang oberhalb des damaligen Bahnhofes. Hier wurde dann ein Grundstück von den Besitzern Simon Kronschnabl und Hans Weißenbeck gestiftet. Bereits 1920 wurde ein Entwurf für eine Kriegergedächtniskapelle von Professor Hermann Stockmann aus Dachau erstellt und vom Oberbacherner Maurermeister Frauz Trinkl erbaut. Alle Bürger der Gemeinde haben sich dabei eingebracht, teils durch Spenden, teils durch Arbeitsleistung.

Autor: Hubert Eberl

Sprecher: Christian Nitsche, Wolfgang Reimer, Hubert Eberl

Quelle: Eigene Recherchen in älteren Zeitungsartikeln und Archivgut des Veteranenvereins Bachern

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